VERANLAGUNGSSTRATEGIE

Die Veranlagungsstrategie zielt darauf ab Chancen zu nutzen und zumindest marktadäquate Veranlagungsergebnisse nicht unter dem Durchschnitt des Marktes (ÖKB-Performancemessung) zu erzielen, wobei eine jährliche Ertragsuntergrenze nicht unterschritten werden soll. Relative Risiken aber auch spekulative Erwartungen sollen ausgeschlossen werden.

Diese Zielsetzung wird durch die kombinierte Anlage in verschiedene Asset-Klassen in Form der

nachhaltigen, risikogesteuerten Multi Asset Strategie 

von fair-finance erfüllt, wobei quantitative Ziele jährlich vorgegeben und  in der Veranlagungs-/Risikostrategie festgehalten werden.

Die Volatilität des Ergebnisses soll möglichst gering sein, zumal aufgrund der unterschiedlichen Ein- und Austrittszeitpunkte  die Verweildauer der Anwartschaftsberechtigten teilweise sehr kurz ist.

Die strategische und taktische Gewichtung der Asset Klassen, Managerauswahl und -kontrolle und vor allem eine nachhaltige Titelselektion sowie konsequentes Risikomanagement bilden neben partizipativen und transparenten Prozessen das Rückgrat der Veranlagungsstrategie von fair-finance.

Die Veranlagung der fair-finance Vorsorgekasse ist demnach auf Sicherheit und Rentabilität ausgerichtet. Die Erste Bank der österreichischen Sparkassen AG ist zur Depotbank bestellt und führt das Wertpapierdepot. Asset Management und Risikomanagement sind Kernkompetenzen von fair-finance und werden daher von den fachkundigen MitarbeiterInnen und vom Vorstand von fair-finance wahrgenommen. Die wichtigsten Bestimmungsfaktoren des strategischen Veranlagungskonzeptes umfassen die Ertragserwartungen, die Risikofähigkeit des Bestandes, das Asset-Liability-Profil (ökonomischen Eigenschaften und zeitliche Struktur der geplanten Auszahlungen) sowie ökonomische und rechtliche Restriktionen. fair-finance ist Mitglied der Einlagensicherungseinrichtung der Banken & Bankiers, welche gemäß BWG (Bankwesensgesetz) Ansprüche bis max. EUR 20.000,- pro Anwartschaft absichert.

Die Freiheit, Veranlagungsentscheidungen unabhängig von Konzernmüttern zu treffen, führt nicht nur zu einer Kostenoptimierung, sondern ermöglicht auch eine schnelle und marktbasierte Entscheidungsfindung. Das pragmatische und zugleich innovative Veranlagungskonzept von fair-finance verfolgt einfach und bestechend nur ein Ziel: Mit Sicherheit gute Renditen. Die durchschnittliche Performance der letzten fünf Jahre spricht für sich (3,58 % gegenüber 2,89 % p.a. im Branchenschnitt). Die Vermögensveranlagung vor fair-finance wurde wiederholt prämiert und von der ÖGUT seit 2011 jedes Jahr mit dem Gold-Zertifikat ausgezeichnet.

GRUNDSATZ DER NACHHALTIGKEIT DER VERANLAGUNG

Der Grundsatz einer nachhaltigen Vermögensveranlagung ist bereits in der Satzung von fair-finance verankert: „Die Gesellschaft fühlt sich insbesondere einer menschen- und umweltfreundlichen Veranlagung des treuhändig überantworteten Kundenvermögens verpflichtet.“ Zur konkreten und anwendbaren Umsetzung dieses Grundsatzes wurde durch den Kundenbeirat von fair-finance die Nachhaltige Veranlagungsrichtlinie beschlossen. Diese Richtlinie beinhaltet detaillierte Positiv- und Negativkriterien für Investitionsentscheidungen und regelt deren Anwendung für Direktinvestitionen, Mandatsvergaben (fair-finance Fonds) und für die Auswahl von Publikumsfonds (Fremdfonds), Einzeltitel, Immobilien  und Mikrofinanzinvestments.

Investmentprodukte wie Fonds oder Zertifikate müssen Mindestanforderungen hinsichtlich der Nachhaltigkeit, wie zum Beispiel eine Zertifizierung nach dem Österreichischen Umweltzeichen erfüllen.

Die Ausschlusskriterien der Veranlagung  gem. der Nachhaltigen Veranlagungsrichtlinie (siehe unter Download) von fair-finance, stellen als Selektionsfilter für das Investmentuniversum den 1. Schritt im Veranlagungsprozess dar. Das nachhaltige Anlageuniversum besteht derzeit aus etwa 1.200 Titel im Anleihen- und etwas 4.200 Titel im Aktienbereich.

Im 4. Schritt des Veranlagungsprozesses fließen die Positivkriterien gem. der Nachhaltigen Veranlagungsrichtlinie in den Auswahlprozess ein. Dieser sogenannte „Best-In-Class“ Ansatz führt zu einer Optimierung des Portfolios aus Sicht der Nachhaltigkeit.

Der Unterschied zu anderen Anbietern hinsichtlich „nachhaltiger“ Vermögensveranlagung liegt einerseits in dem hohen Detailierungsgrad und andererseits in der Tatsache, dass die detailliert festgelegten Kriterien auf das gesamte Portfolio angewendet werden, welches somit hinsichtlich Nachhaltigkeit einzigartig und vorbildlich in der Branche ist.

GRUNDSATZ DER DIVERSIFIKATION

Die Bestimmungsfaktoren eines strategischen Veranlagungskonzeptes umfassen die Ertragserwartungen und die Risiken der Kapitalmärkte, die Risikofähigkeit des Bestandes, den Anlagehorizont, das Asset-Liability-Profil (ökonomische Eigenschaften und die zeitliche Struktur der geplanten Auszahlungen) sowie ökonomische und rechtliche Restriktionen. Die schwierigste und zugleich wichtigste Frage im Zusammenhang mit Vermögensveranlagung ist die Verteilung des Vermögens auf die verschiedenen Asset Klassen (Asset Allokation).

Vor allem bei der Auswahl von Asset Klassen, aber auch bei der Auswahl von Managern und Veranlagungsprodukten wird eine Diversifikationsstrategie zur Neutralisation von Portfoliorisiken angewendet. Bei den Asset Klassen wird dabei auf die Korrelation und bei Managern insbesondere auf die Unterschiedlichkeit der Managementstile geachtete.

Demzufolge ist  die Bestimmung der strategischen Asset Allokation der 2. Schritt im Veranlagungsprozess von fair-finance. Die Herleitung, Festlegung und Verprobung mittels Stresstests der strategischen Asset Allokation wird in der Veranlagungs-/Risikostrategie festgelegt und dokumentiert. Zahlreiche Publikationen und Fondsmanageranalysen beweisen, dass der Werttreiber der Performance nicht das Management der einzelnen Asset Klassen, sondern die aktive Steuerung der Asset Allokation ist.

Gemäß den gesetzlichen Vorschriften und den Spezifikationen des Modells Abfertigung Neu sind die Gestaltungsmöglichkeiten eingeschränkt, so dass alle Vorsorgekassen aufgrund identer Bestimmungsfaktoren eine ähnliche Asset Allokation aufweisen. Diesem Umstand zufolge unterscheidet sich die strategische Allokation von fair-finance im Regelfall nicht wesentlich von der Asset Allokation  der Branche.  Die Asset Allokation des Gesamtmarktes der Vorsorgekassen wird von der ÖKB quartalsweise ermittelt und allen Kassen zur Verfügung gestellt. Diese durch die ÖKB ermittelte durchschnittliche Asset Allokation dient als Benchmark für die Veranlagung. Gravierende und vor allem negative Abweichungen gegenüber der Marktperformance aufgrund der Asset Allokation sind somit nicht zu erwarten. Basierend auf den vorgegebenen Bandbreiten der Asset Allokation besteht jedoch die Möglichkeit, Opportunitäten zu nutzen und eine Outperformance zu erzielen. Die Bandbreiten sind in der Veranlagungs-/Risikostrategie geregelt und ermöglichen eine Anpassung der strategischen Asset Allokation mit dem Ziel, einen Zusatzertrag zu erzielen. Diese taktische Asset Allokation berücksichtigt kurz- und mittelfristige Bewertungen und Trends und ist die Folge einer kontinuierlichen und pro-aktiven Beurteilung der Asset Klassen. Die Asset Klassen werden im Vergleich zur strategischen Asset Allokation über- und untergewichtet, wobei die in der Veranlagungs-/Risikostrategie vorgegebenen Bandbreiten keinesfalls über- oder unterschritten werden. Die Maßnahmen der taktischen Asset Allokation stellen den 3. Schritt im Veranlagungsprozess von fair-finance dar.

Um eine Steuerung der Asset Allokation zu gewährleisten erfolgt die Auswahl der Investments daher möglichst sortenrein je Asset Klasse. Die risiko-/ertragsoptimale Ausgestaltung der taktischen Asset Allokation ist eine Kernkompetenz von fair-finance. Entscheidungen zur taktischen Allokation beruhen im Gegensatz zu anderen Konzepten nicht auf Konzern- oder Teameinschätzungen, sondern vor allem auf Konsensusdaten und Korrelationsentwicklungen, welche von einem externen Dienstleister (ECR-Research) zur Verfügung gestellt werden.

Die Titelselektion erfolgt hingegen durch auf die jeweilige Asset Klasse spezialisierte Fondsmanager, in der Regel in Form von Investmentfonds oder Mandaten. Eine weitere Kernkompetenz von fair-finance ist die Auswahl und Kontrolle der Manager und der Veranlagungsprodukte. Investitionsentscheidungen bei HtM-Anleihen, Darlehen und in besonderen Fällen auch Anleihen oder Aktien werden im Rahmen der Vorgaben getroffen.

GRUNDSATZ DER RISIKOTRAGUNG UND WERTSICHERUNG 

Um das Risiko einer möglichen Negativ- oder Minderperformance für den Anspruchsberechtigten durch Kapitalmarktschwankungen und auch durch Managemententscheidungen zu reduzieren, hat der Gesetzgeber eine Kapitalgarantie vorgesehen. Darüber hinaus gewährt fair-finance zusätzlich eine Mindestzinsgarantie. Mögliche Garantieleistungen an Anwartschaftsberechtigte (AWB) stellen eine Aufwandsposition neben Personal- und Sachkosten im Businessplan von fair-finance dar und finden somit in die Planrechnung und letztendlich in das Betriebsergebnis Eingang. Sind Garantieleistungen aufgrund einer bereits eingetretenen Minderperformance zu erwarten, wird eine entsprechende buchhalterische Rückstellung gebildet.

Unabhängig von konkreten oder budgetierten Garantieleistungen an AWB werden die im BMSVG § 20 Abs. 1 bis 3 vorgesehenen Rücklagen aus Eigenkapital gebildet.

Diese Form der erhöhten Risikotragung ist einzigartig in der Branche und steht im Widerspruch zu den Intentionen der Finanzbrache, jegliche Risiken an die Kunden zu überwälzen.

Ziel der Vermögensveranlagung ist es, dass die budgetierten Rückstellungen für Garantieleistungen nicht überschritten und die gebildeten Rücklagen nicht benötigt werden. Sofern die in der Veranlagungs-/Risikostrategie jährlich festgelegte Ertragsuntergrenze nicht unterschritten wird, ist die Zielsetzung erfüllt. Eine Ertragsuntergrenze von -2 % bedeutet eine Wertsicherung von 98 % des Vermögens. Betrachtungszeitraum ist immer das Kalenderjahr.

Die Maßnahmen zur Wertsicherung oder Risikosteuerung erfolgen über eine dynamische Veränderung der Portfoliopositionen und über Sicherungsmaßnahmen innerhalb der Mandate. Investitionsgrad und Risikobudgets je Asset Klasse und für das Gesamtvermögen werden grundsätzlich täglich überwacht. Die Wertsicherung durch Risikosteuerung bildet den letzten Schritt im Veranlagungsprozess von fair-finance.

GRUNDSATZ DER TRANSPARENZ UND MITGESTALTUNG

Das stakeholderorientierte Geschäftsmodell von fair-finance bindet die Kunden auch in die Vermögensveranlagung mit ein. Der Kundenbeirat beschließt nicht nur die Nachhaltige Veranlagungsrichtlinie (siehe Download), sondern kontrolliert auch deren Einhaltung. Kontrolle im Zusammenhang mit Vermögensveranlagung bedeutet nicht Misstrauen, sondern Sicherheit. Zu diesem Zweck wird jährlich eine komplette Analyse des gesamten Portfolios hinsichtlich der Einhaltung der Richtlinie in Auftrag gegeben. Im Rahmen der Engagement-Policy, welche Bestandteil der Richtlinie ist, werden eventuelle Verstöße analysiert und bereinigt.

Die Teilnahme an den Sitzungen des Kundenbeirates ist grundsätzlich allen KundInnen möglich. Der Kundenbeirat ist gemäß Geschäftsordnung des Kundenbeirats  mit unüblichen und weitreichenden Rechten ausgestattet:

  • Einbringung von Tagesordnungspunkten zur Behandlung im Aufsichtsrat
  • Gastrecht des Vorsitzenden des Kundenbeirates im Aufsichtsrat
  • Nominierungsrecht eines Kundenvertreters für die Wahl zum Aufsichtsrat

Das investierte Portfolio der fair-finance wird monatlich aktuell unter Download veröffentlicht.

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INVESTMENTPROZESS

Der Investmentprozess von fair-finance ist einfach strukturiert. Die Rahmenbedingungen für die Veranlagungsentscheidungen werden jährlich in der Veranlagungs-/Risikostrategie festgelegt, die vom Gesamtvorstand jährlich beschlossen und dem Kundenbeirat und natürlich dem Aufsichtsrat zur Kenntnis gebracht werden. Wesentliches Ergebnis der Analyse ist die strategische Asset-Allokation. Auf Basis dieser Grundlage erfolgt die Manager- und Fondsauswahl und die Mandatsvergabe durch das fachkundige fair-finance Team. Die taktische Asset Allokation wird unterstützt durch Konsensus -Daten und Korrelationen. Dem Asset Management obliegt auch die Performancekontrolle und Marktbeobachtung. Bei außerordentlichen Ereignissen finden ad hoc Sitzung des Gesamtvorstandes statt. Kurze Entscheidungswege, eine möglichst objektive Datenbasis und – wenn notwendig – die Möglichkeit auf fachkundige Experten aus dem Kreis der Eigentümer rasch zugreifen zu können, zeichnen den Investmentprozess aus.

Im Investmentprozess kommen dem Kundenbeirat wesentliche Funktionen zu. Einerseits gibt der Kundenbeirat in Form der Nachhaltigen Veranlagungsrichtlinie die Ausschluss- und Best-In-Class-Kriterien für die Auswahl der Emittenten vor und definiert somit die Rahmenbedingungen für das Portfolio. Andererseits kontrolliert der Kundenbeirat auch die Einhaltung der Vorgaben und kann entsprechende Gutachten in Auftrag geben. Sollte der Kundenbeirat mit den Entscheidungen des Vorstandes nicht einverstanden sein, stehen ihm gemäß Geschäftsordnung wesentliche Rechte, wie das Recht der Einbringung von Tagesordnungspunkten in den Aufsichtsrat zu.

1.Schritt: Nachhaltigkeitsfilter

Es stehen nur nachhaltige Asset Klassen, nachhaltige Investmentprodukte bzw. nachhaltige Einzeltitel als Investmentuniversum zur Verfügung. Die vom fair-finance Kundenbeirat beschlossene Nachhaltige Veranlagungsrichtlinie dient als Selektionsfilter für das Investmentuniversum. Das nachhaltige Anlageuniversum besteht derzeit aus etwa 1.200 Titel im Anleihen- und etwa 4.200 Titel im Aktienbereich. Investmentfonds müssen zusätzlich die Anforderungen des Österreichische Umweltzeichens erfüllen.

2. Schritt: Strategische Asset Allokation

Die Bestimmungsfaktoren eines strategischen Veranlagungskonzeptes umfassen die Ertragserwartungen und die Risiken der Kapitalmärkte, die Risikofähigkeit des Bestandes, den Anlagehorizont, das Asset-Liability-Profil (ökonomische Eigenschaften und die zeitliche Struktur der geplanten Auszahlungen) sowie ökonomische und rechtliche Restriktionen. Die Herleitung, Festlegung und Verprobung der strategischen Asset Allokation mittels Stresstest wird in der Veranlagungs-/Risikostrategie je Geschäftsjahr festgelegt. Vor allem bei der Auswahl von Asset Klassen, aber auch bei der Auswahl von Managern und Veranlagungsprodukten wird eine Diversifikationsstrategie zur Neutralisation von Portfoliorisiken angewendet.

3. Schritt: Taktische Asset Allokation

Basierend auf den vorgegebenen Bandbreiten der strategischen Asset Allokation besteht jedoch die Möglichkeit Opportunitäten zu nutzen und eine Outperformance zu erzielen. Diese taktische Asset Allokation berücksichtigt kurz- und mittelfristige Bewertungen und Trends und ist die Folge einer kontinuierlichen und proaktiven Beurteilung der Asset Klassen. Entscheidungen zur taktischen Allokation beruhen im Gegensatz zu anderen Konzepten nicht auf Konzern- oder Teameinschätzungen, sondern vor allem auf Konsensusdaten und Korrelationsentwicklungen, welche von externen Dienstleistern zur Verfügung gestellt werden.

4. Schritt: Investitionsentscheidungen

fair-finance legt Wert auf Unabhängigkeit und Transparenz in der Auswahl und Analyse. Investmentfonds müssen innerhalb ihrer Peergroup im oben Drittel hinsichtlich der Relation Ertrag/Risko liegen. Veranlagungsprodukte werden einer Fundamentalanalyse und gegebenenfalls einem Stresstest unterzogen. Fondsmanager müssen über einen Track-Record und ein Mindestvolumen von Assets under Management verfügen. Dies und die Erfüllung weiterer Mindestanforderungen werden in einer strukturierten Due Diligence Prüfung abgefragt und dokumentiert. Bei der Titelselektion führt die Anwendung der Positivkriterien gem. Nachhaltigkeitsrichtlinie zu einem „Best-In-Class“ Portfolio.

Investitionsentscheidungen können durch Mittelzuflüsse, erwartete oder eingetretene Kapitalmarktveränderungen, Änderungen in der Bewertung bestehender Investments, interessante Angebote seitens des Marktes oder durch das Erreichen von Schwellwerten im Bereich des Risikomanagements angestoßen werden. Der Investitionsprozess erfolgt streng regelbasiert.

Die effektive Nachhaltigkeit des Portfolios und der einzelnen Investments wird einmal jährlich durch eine externe Ratingagentur geprüft, welche vom Kundenbeirat beauftragt wird. Das Ergebnis dieser Überprüfung wird mit einem Verbesserungsauftrag an die jeweiligen Fondsmanager weitergeben. In Einzelfällen erfolgt ein Verkauf der Wertpapiere.

5. Schritt: Wertsicherung durch Risikosteuerung

Die Maßnahmen zur Wertsicherung erfolgen über eine dynamische Veränderung der Portfoliopositionen und über Sicherungsmaßnahmen innerhalb der Mandate. Investitionsgrad und Risikobudgets je Asset Klasse und für das Gesamtvermögen werden täglich überwacht.

GEWICHTUNG NACH ANLAGEKLASSEN

Die strategische Asset Allokation (Gewichtung des Portfolios nach Anlageklassen) mit möglichen Bandbreiten wird jährlich in der Veranlagungs-Risikostrategie festgelegt. Berücksichtigt werden dabei die betriebswirtschaftlichen Erfordernisse hinsichtlich möglicher Garantieleistungen aus Zins- und Kapitalgarantie ebenso wie historische Ertrags- und Risikokennzahlen der definierten Asset-Klassen. Die Asset-Allokation folgt dabei dem Gesamtmarkt der Betrieblichen Vorsorgekassen, welcher von der ÖKB (Österreichischen Kontrollbank) regelmäßig veröffentlicht wird. Die Auswahl der Investments erfolgt sortenrein je Anlageklasse (Anleihen, Aktien, Immobilien,..). Gemäß der Risikoeinteilung der ÖKB verfolgt fair-finance eine defensive (risikoarme) Veranlagungsstrategie. Die Bewirtschaftung des Portfolios von fair-finance ist durch einen kontinuierlichen positiven Cashflow gekennzeichnet. Portfolioanpassungen im Sinne einer taktischen Asset Allokation erfolgen kostenschonend in der Regel mit neuen Beitragszahlungen und nicht durch Um- oder Abschichtungen von Vermögenswerten. Aufgrund des hohen positiven Cashflows kann die Möglichkeit der HTM-Bewertung (Held to Maturity) von sicheren Anleihen genutzt werden. HTM ist eine Bewertungsmethode, die zu einer Glättung der Anleihenrendite über die Restlaufzeit führt. fair-finance ist ein EUR-Investor. Fremdwährungsrisiken werden vermieden bzw. müssen ab gewissen Grenzen abgesichert werden. Die strategische Asset Allokation sowie die jeweils aktuelle ist im quartalsweise erscheinenden Newsletter veröffentlicht.

INVESTITIONEN DER VERANLAGUNGSGEMEINSCHAFT

Alle Investitionen der treuhändig von fair-finance verwalteten Veranlagungsgemeinschaft (VG) in Aktien, Anleihen, Immobilien, Fonds, Darlehen, usw. stellen das Portfolio dar. Veränderungen im Portfolio ergeben sich aufgrund der Wertentwicklungen und aufgrund von Investitionsentscheidungen laufend. Eine Anpassung des Portfolios erfolgt aufgrund der Beitragszahlungen der Arbeitgeber und der Verfügungen durch Anwartschaftsberechtigte  in der Regel monatlich. Investitionsentscheidungen werden auf Basis der strategischen und der taktischen Asset Allokation unter Zugrundelegung der Positiv- und Negativkriterien für die Emittenten, Manager- und Fondsauswahl, welche in der Nachhaltige Veranlagungsrichtlinie (siehe unter Download) definiert sind, getroffen. Im Sinne von Transparenz und Kontrolle wird das Portfolio von fair-finance monatlich aktuell unter Download veröffentlicht.

Wesentliche Charakteristika des Portfolios von fair-finance sind:

  • eine strategische Asset Allokation (Gewichtung der Asset Klassen wie Aktien, Anleihen, Immobilien, usw.) mit taktischen Bandbreiten basierend auf historischen Ertrags- und Risikokennzahlen, welche eine Performance gewährleistet soll, die zumindest den Branchendurchschnitt nicht unterschreitet.
  • eine 100% nachhaltige Veranlagung, die ein wesentlicher Treiber für die ausgezeichnete Performance ist.
  • Die Auswahlentscheidung anhand der Nachhaltigkeitsgrundsätze führt zu einer intensiven Analyse der einzelnen Emittenten, Manager oder Fonds und somit zu einer qualitativen Verbesserung in Bezug auf das Risiko- und Ertragsprofil.
  • ein vergleichsweise hoher Anteil von nach dem Held to Maturity – Prinzip (HTM) bewerteter Anleihen. Diese gesetzlich vorgesehene Bewertungsmöglichkeit führt dazu, dass entsprechend gewidmete Wertpapiere keinen Kursschwankungen unterliegen. Wesentlich bei Auswahl der HTM-Papiere ist die Kombination aus einer attraktiven Rendite und der Restlaufzeit der Anleihe. Das starke Wachstum des Vermögens der vergleichsweise jungen fair-finance Vorsorgekasse stellt hier einen Vorteil dar.
  • die Unabhängigkeit von Vorgaben etwaiger Konzernmütter ermöglicht nicht nur ein rasches Agieren und Reagieren auf Marktentwicklungen, sondern fördert die Auswahl der jeweils besten Fondsmanager und Publikumsfonds. So erfolgreich manche Finanzkonzerne teilweise auch in Fragen der Vermögensveranlagung sein mögen, ist es niemandem möglich, immer richtige Prognosen abzugeben und in allen Asset Klassen dauerhaft Spitzenergebnis zu erwirtschaften. Diese Unabhängigkeit von fair-finance zahlt sich aus.

MIT SICHERHEIT GUTE RENDITEN

Der Performance von fair-finance liegt ein pragmatisches, kostengünstiges und vorteilhaftes Veranlagungskonzept zugrunde. Um das klare Ziel: „Mit Sicherheit gute Renditen! zu erreichen“ und um Kapitalmarktschwankungen zu vermeiden, gewährt fair-finance die einzigartige Mindestzinsgarantie. Eventuelle Garantieleistungen sind im Businessplan von fair-finance aufwandswirksam berücksichtigt und schmälern ausschließlich das Betriebsergebnis und nicht, wie oftmals fälschlich angenommen wird, die Performance. Die Aktionäre von fair-finance verzichten somit auf mögliche Gewinnanteile und bilden zusätzlich eine zweckgebundene Eigenkapitalrücklage zur Absicherung der einzigartigen fair-finance Mindestzinsgarantie.

Performance der fair-finance Vorsorgekasse im Vergleich zum Durchschnitt aller Betrieblichen Vorsorgekassen

Jahr    Marktmittelwerte   fair-finance
2010 2,93 % 4,74 % *)
2011 0,20 % 9,67 %
2012 4,27 % 6,23 %
2013 2,80 %  3,33 %
2014 3,98 % 5,59 %
2015 1,20 % 0,03 %
2016 2,25 % 2,39 %

*) Beginn der Veranlagung im Juni 2010, daher für 2010 annualisierter Wert auf Basis 2,54 % im 2. Halbjahr

Die aktuelle Performance wird im quartalsweise erscheinenden Newsletter veröffentlicht.

RISIKOSTEUERUNG DER VERANLAGUNG

Dem Risikomanagement der Veranlagung misst fair-finance eine ebenso hohe Bedeutung zu wie der Vermögensveranlagung selbst. fair-finance steuert das Risiko durch eine taktische Veränderung der Asset Allokation. Durch eine Reduktion volatiler, risikobehafteter Asset Klassen, wie zB. Aktien kann das Anlagerisiko jederzeit reduziert und verändert werden. Trotz einer vorsichtigen und risikobewussten Veranlagungsstrategie können allgemeine Kursrisiken, die dem Geld- und Kapitalmarkt immanent sind, Verluste verursachen. Die Summe der einer betrieblichen Vorsorgekasse zugeflossenen Beiträge zuzüglich allfälliger übertragener Altabfertigungsanwartschaften, sowie allfälliger aus einer anderen betrieblichen Vorsorgekasse übertragener Anwartschaften, stellt jedoch einen als gesetzlich garantierten Mindestanspruch des Anspruchsberechtigten dar (Kapitalgarantie). Darüber hinaus gewährt fair-finance als einziger Anbieter eine Mindestverzinsung.

Die Unterschreitung von unterjährigen Ertragszielen je Asset Klasse oder die Unter- oder Überschreitungen von Risikokennzahlen löst Vorwarn- und Verkaufssignale aus, sodass im schlechtesten Fall mittels einer Umschichtung des Portfolios oder von Teilen des Portfolios in Veranlagungen zum risikolosen Zinssatz sichergestellt wird, dass die gesetzte Ertragsuntergrenze nicht unterschritten wird. Die Ertragsuntergrenze wird vom Aufsichtsrat jährlich auf Basis der historischen Erträge festgelegt. Die Ertragsuntergrenze ist im Regelfall geringer als der Mindestzinsgarantiesatz und richtet sich nach dem Veranlagungsergebnis des vergangenen Jahres bzw. der vergangenen Jahre. Waren die Performancewerte in den vergangenen Jahren hoch oder deutlich höher als die garantierte  Mindestverzinsung, ist die Ertragsuntergrenze vergleichsweise hoch, weil ein gewisser Puffer (Cushion) besteht.

Ziel des Portfoliomanagements ist die Erzielung eines möglichst hohen Ertrages. Jedoch beinhaltet diese Zielsetzung auch ein Risiko. fair-finance bekennt sich zu einem kontrollierten Risiko in der Vermögensveranlagung. Kontrolliertes Risiko bedeutet, dass ein jährlich definierter Mindestertrag nicht unterschritten werden soll. Die Erreichung dieses Zieles wird durch eine aktive Bewirtschaftung der einzelnen Investments und der Asset Allokation sichergestellt.  Es sind präventive Maßnahmen, Techniken und Systeme zur Risikobegrenzung implementiert, die eine unmittelbare, zeitnahe und effektive Reaktion auf eingetretene Risiken durch im Vorhinein definierte Prozesse, Abläufe und Maßnahmen gewährleisten.

Die unterjährige Unterschreitung von monatlich angepassten Mindestertragszielen je Einzeltitel bzw. je Asset Klasse löst Vorwarn- und Verkaufssignale aus, sodass im schlechtesten Fall mittels geldmarktnaher Veranlagung zum risikolosen Zinssatz das Mindestertragsziel erreicht werden kann (siehe Risikomanagementprozess).

Der Risikomanagementprozess stellt sich idealtypisch als Prozess, bestehend aus den Phasen Risikostrategie, Risikoidentifikation, Risikoanalyse und -bewertung, Risikobewältigung und –steuerung sowie Risikoüberwachung dar. Risikokommunikation und -dokumentation sind integrativer Bestandteil aller zuvor genannten Phasen des Risikomanagementprozesses.

Einer der wesentlichsten Subprozesse, der Prozess bei Unter- oder Überschreitungen von Risikokennzahlen am Beispiel der Unterschreitung des Performancelimits soll beispielhaft kurz beschrieben werden: Der Schwellwert für die Untergrenze der anzustrebenden Jahresperformance wird vom Vorstand jährlich auf Basis der historischen Erträge und der Empfehlung des Kundenbeirats festgelegt. Dieser Schwellwert legt jenen Mindestertrag fest, den das Veranlagungsergebnis des jeweiligen Jahres der Veranlagungsgemeinschaft nicht unterschreiten soll. Der Schwellwert richtet sich vor allem nach den Veranlagungsergebnissen des vergangenen Jahres bzw. der vergangenen Jahre. Waren die Performancewerte in den vergangenen Jahren niedrig oder negativ, ist der Schwellwert vergleichsweise hoch, weil ein gewisser Puffer (Cushion) besteht.

In nachfolgender Darstellung wird als Schwellenwert für die Performance 0 % YTD angegeben. Als Untergrenze (Limit) wird der risikolose Zinssatz bezogen auf die Restlaufzeit (RLZ) bis zum 31.12 (des aktuellen Jahres) definiert. Das bedeutet: würde man das gesamte Vermögen zum risikolosen Zinssatz zum gegebenen Zeitpunkt veranlagen,  erwirtschaftet man bis Ende des Jahres eine Performance iHv 0 % YTD.

Wird das 0%-Limit zu einem Zeitpunkt (Monatsultimo) unterschritten, wird im Sinne einer Vorwarnstufe der Vorstand informiert. Wird die „rote Ampel“ zum Monatsultimo ausgelöst – bei Zugrundelegung des risikolosen Zinssatzes für die Restlaufzeit bis 31.12. sollte der Schwellwert  erreicht werden können – wird umgehend eine Veranlagungssitzung einberufen. Durch diesen Prozess wird gewährleistet, dass eine gewisse Mindestperformance nicht unbeabsichtigt unterschritten werden kann.

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