.

RISIKOSTEUERUNG DER VERANLAGUNG

Die Veranlagungsstrategie von fair-finance kann als „Risikogesteuerte Multi Asset Strategie“ beschrieben werden. Ziel der Strategie ist es, einen maximalen Ertrag zu erzielen, ohne einen jährlich festgelegten Mindestertrag zu unterschreiten. Dieses Ziel wird primär über die Steuerung der Asset Allokation verfolgt und über ein dynamisches Wertsicherungskonzept, welches auch den Einsatz von Overlays mittels Derivativen vorsieht, abgesichert.

 

Neben der Möglichkeit der Währungsabsicherung kommen Derivative zur Absicherung von Marktrisiken dann zum Einsatz, wenn das Risikobudget noch nicht verbraucht ist oder knapp vor Jahresende eine Erneuerung des Risikobudgets ab 01.01. bevorsteht. Jedenfalls muss für den Einsatz von Derivaten eine zeitnahe Erhöhung des Investitionsgrades erwartet werden. Anderenfalls erfolgt die Sicherung durch Verkauf von Wertpapieren bzw. Anteilsscheinen über die Kasse. Erwähnt werden muss, dass Betriebliche Vorsorgekassen entsprechend den gesetzlichen Bestimmungen Derivative ausschließlich zu Sicherungszwecken einsetzen dürfen.

 

Da eine perfekte Absicherung nicht möglich ist, stehen optimierte Absicherungsmaßnahmen für Aktien und zur Steuerung der Zinskurve auf Basis des tagesaktuellen Portfolios zur Ausführung bereit. Neben den eindeutig zuordenbaren Assetklassen Aktien und Anleihen zum Tageswert wird die Assetklasse Wandel-/Hybridanleihen in eine Aktien- und eine Anleihekomponente zerlegt. Mikrofinanz wird grundsätzlich wie kurzlaufende Anleihen gesehen. Immobilien, Alternative, HtM-Anleihen, Festgeld sind als sogenannte nicht-disponible oder nicht liquide Assets nicht vom Wertsicherungskonzept umfasst.

 

Der angestrebte Maximalverlust bzw. die sog. Ertragsuntergrenze werden jährlich auf Basis der historischen Erträge und den im Rahmen des Businessplans vom Aufsichtsrat bewilligten Garantieleistungen an Anspruchsberechtigte im auf das Planungsjahr folgenden Kalenderjahr festgelegt. Die Ertragsuntergrenze ist im Regelfall geringer als der Mindestgarantiezinssatz und beträgt für das Kalenderjahr 2018 -0,5 %.

 

Auf Basis der Ertragsuntergrenze, der strategischen Gewichtungen, des erwarteten Ertrags der nicht-disponible Assets und eines realistischen „sicheren Zinssatzes“, welcher bei Tausch der disponiblen Assets in z.B. Festgeld oder HtM-Papiere mit Laufzeit max. 3 Jahre erzielt werden kann, ergibt sich das Risikobudget für das Gesamtportfolio der Veranlagungsgemeinschaft (VG).

Neben dem Risikobudget der VG werden Risikobudgets für jede Assetklasse festgelegt. Die Risikobudgets je Assetklasse werden von der historischen Volatilität der Assetklasse abgeleitet. Wesentlich erscheint, dass sich das Risikobudget der meisten Assetklassen und für das Gesamtportfolio im Laufe eines Kalenderjahres ändert und somit als dynamisches Risikobudget bezeichnet wird.

 

Das Risikobudget je Assetklasse und für das Gesamtvermögen wird täglich überwacht und der Investitionsgrad, sofern notwendig, reduziert. Der Risikomanagementprozess sieht entsprechend einem Ampelsystem gelbe und rote Signale vor. Gelbe Signale treten auf, wenn das Risikobudget entweder zu 75 % verbraucht oder in 1 Prozentpunkt erreicht ist. Gelbe Signale verlangen keine Maßnahmen und dienen der Warnung. Ein rotes Signal zeigt das Erreichen des Risikobudgets an und leitet einen verpflichtenden Prozess ein, wobei ein rotes Signal in einer Assetklasse durch entsprechende Puffer in anderen Assetklassen kompensiert werden kann. Zeigt das Gesamtportfolio ein rotes Signal, so müssen Maßnahmen ergriffen werden. Ein automatisierter Prozess zur Absicherung wird jedoch niemals ausgelöst.

 

 ALLGEMEINE INFORMATIONEN  

Diese Website benutzt Cookies. Wenn Sie die Website weiter nutzen, stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Mehr Infos

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn du diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwendest oder auf "Akzeptieren" klickst, erklärst du sich damit einverstanden.

Schließen