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faire Veranlagung 03/2019

Die vergangenen Monate des Jahres 2019 verliefen größtenteils mit einer durchaus guten Performance. Jedoch zeigten sich die Finanzmärkte in den letzten Wochen verstärkt volatil und werden vor allem durch die spätzyklische Wirtschaftsphase und verschiedene geopolitischen Unsicherheiten bestimmt.

 

Der MSCI World notiert seit Beginn 2019 trotz wiederaufflammendem Handelskrieg über 22 % im Plus. Obwohl die internationalen Aktienmärkte im Mai erhebliche Kursrückgänge – weltweit im Schnitt um ca. 5 % – verzeichneten, brachten Juni und Juli deutliche Anstiege. Die Schwankungen an den Aktienmärkten ergaben sich vor allem aus der Unsicherheit des amerikanisch-chinesischen Handelsstreits. Im August preiste der Markt nun wieder einen negativen Ausgang des Konfliktes ein. Auch die unsichere politische Lage in Italien, China/Hongkong und im Persischen Golf wirken sich auf die Kursentwicklungen aus. Rückenwind erhalten die Aktienmärkte jedoch durch die expansive Geldpolitik in den USA und der EU.

 

Um die Inflation und die Konjunktur anzukurbeln, kündigen die Zentralbanken (FED und EZB) eine weiterhin expansive Geldpolitik an. In den USA wurde am letzten Juli Tag eine Zinssenkung um 25 bps bekanntgeben. Der Grund dafür ist der Schutz der US-Wirtschaft vor dem schwachen globalen Wachstum und der unsicheren Handelspolitik. EZB-Chef Mario Draghi deutete einen Stimulus für September an. Die Zinsen sollen bis Mitte 2020 unverändert bleiben oder gesenkt werden. Da der Zinssatz jedoch nicht beliebig ins Negative gedrückt werden kann, ohne gegenläufige realwirtschaftliche Konsequenzen zu erwarten, wird die EZB versuchen, mittels außergewöhnlicher Maßnahmen (Wiederaufnahme des Wertpapierkaufprogramms) die Zinsstruktur zu beeinflussen, um die Nachfrage zu stützen.

 

Die geo- und geldpolitischen Entwicklungen führten auch dazu, dass die Renditen vieler Staatsanleihen mit zehnjähriger Laufzeit zurückgingen (Italien, Griechenland). Die Rendite der zehnjährigen deutschen Bundesanleihe gab ebenfalls um 15 Basispunkte nach und beendete den Monat auf einem Rekordtief von -0,48 Prozent. Andererseits erhöhten sich auch Renditen, wie etwa die der zehnjährigen US-Treasury im Juli um zwei Basispunkte auf 2,02 Prozent.

 

Die globalen wirtschaftlichen Aussichten bleiben weiterhin trüb und die Inflation bleibt schwach. Das Wirtschaftswachstum der Eurozone sinkt unter die Trendlinie, gleichzeitig belasten protektionistische Drohungen, ein harter Brexit und der wirtschaftliche Abschwung in China die Stimmung. Auch das US-Wirtschaftswachstum sinkt, bleibt aber weiterhin höher als in Europa.

 

Grundsätzlich zeigen sich die fundamentalen Faktoren vorerst stabil. Auch die Zentralbanken sind bemüht, schwerwiegende Marktturbulenzen zu vermeiden und tragen mit ihrer angekündigten lockeren Geldpolitik zu einer positiveren Entwicklung bei. Jedoch lassen die geopolitischen Unsicherheiten die Korrekturrisiken steigen. Insgesamt werden sich auch die folgenden Monate des Jahres 2019 wechselhaft zeigen. Die Weltkonjunktur befindet sich in einer Spätphase des Aufschwungs, in der sich die Märkte erfahrungsgemäß volatiler zeigen und man sich auf größere Kursschwankungen einstellen sollte.

 

Die Performance unserer Veranlagungsgemeinschaft mit einem Gesamtvermögen von EUR 612 Mio. ist per 31.Juli 2019 mit 3,19 % ytd positiv.

 

 

 

 

Zum Stichtag 31.07. beträgt die Aktienquote 8,04%. Wir waren somit übergewichtet gegenüber der strategischen Asset Allokation positioniert.

 

HtM-Anleihen (Held to Maturity) inkl. Schuldscheindarlehen liegen gemeinsam mit 18,64 % fast genau bei der Zielgewichtung von 20 %. Die HtM-Rendite entspricht weiterhin der Erwartung und liegt planmäßig knapp über 3 % p.a.

 

Größte Aufmerksamkeit verlangen weiterhin MtM-Anleihen (Market to Market oder zum Tageswert), welche die größte Asset Klasse darstellen. Trotz der schwachen Wirtschaftsentwicklung und weiterhin niedrigen Zinsen konnte die Asset Klasse einen positiven Performancebeitragen von 6,58 % ytd erwirtschaften.

 

Die Asset Klasse Microfinance entwickelt sich trotz des niedrigen Zinsniveaus positiv. Seit Jahresbeginn entwickelte sich ein Performancebeitrag von 1,19 % in dieser außerordentlich nachhaltigen Asset Klasse.

 

Das Segment der Wandel- und Hybridanleihen zeigte sich im Jahr 2019 überaus positiv mit einer positiven Performance von 4,70 %.

 

Sehr erfreulich verläuft auch das fair-finance Immobilien Portfolio, welches aufgrund der gesetzlichen Bestimmungen in Form von Immobilienfondsanteilen in einem Immobilieninvestmentfonds gehalten wird. Ankauf und Sanierung der einzelnen Objekte erfolgen nach den Nachhaltigkeitskriterien für Immobilien, welche von fair-finance entwickelt wurden. Auch trägt der Fonds als erster Immobilienfonds das Österreichische Umweltzeichen. Die Performance in der Asset Klasse Immobilien beträgt rund 2,06 % ytd.

 

Der Bereich Alternative Investments mit einem Investment in den „AviaRent Carevision III Fonds“ für Pflegeimmobilien ist ein wertvoller Bestandteil der Asset Allokation und hilft uns als „nicht marktabhängiges Investment“ das Risiko aus dem Portfolio zu nehmen und auch in schwierigen Zeiten eine gute Gesamtperformance darzustellen. In diesem Bereich ist auch ein Privat Debt Fonds investiert und sind Mittel für ein Investment in alternative Energie und alternative Land- und Forstwirtschaft teilweise abgerufen oder verbindlich zugesagt.

 

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