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faire Veranlagung 02/2020

Die Finanzmärkte standen vor allem gegen Ende des ersten Quartals 2020 aufgrund des Ausbruchs des Corona-Virus (COVID-19) massiv unter Druck. Zeigten sich die Aktienmärkte in den ersten beiden Monaten noch größtenteils positiv, brachen die Märkte bereits Anfang März massiv ein. Die Anleihemärkte wurden durch den Sog der Unsicherheit mitgerissen und entwickelten sich ebenfalls deutlich negativ.

Die Auswirkungen des mittlerweile fast weltweiten Shut-Downs auf die Wirtschaft, welche unter den strengen Maßnahmen leidet, zeigen sich an den Aktienmärkten ganz deutlich. Alle wichtigen Indizes, wie der DAX, der Eurostoxx 50, der S&P 500 oder auch der Dow Jones, verloren durchschnittlich zwischen 20 % und 25 % in einem kurzen Zeitraum von zwei Wochen.

Auch den Anleihemärkten blieben diese Turbulenzen nicht erspart und so sanken auch hier fast alle Indizes. 10-jährige deutsche Staatsanleihen weisen zum Zeitpunkt der Berichtserstattung eine Rendite von -0,5 % auf. 10-jährigen US-Staatsanleihen bleiben weiterhin auf einem sehr niedrigen Niveau, trotzdem mit positiver Rendite von 0,6 %. Vor allem aber litten Unternehmensanleihen massiv unter der Ausweitung der Credit Spreads.

Aufgrund dieser massiven Marktbewegungen und negativen Einflussfaktoren auf die Wirtschaft traten die globalen Notenbanken in den Vordergrund und präsentierten umgehend Maßnahmen zur Stabilisierung der Wirtschaft. Die EZB-Präsidentin Christine Lagarde kündigte an, dass die Geldpolitik alle zur Verfügung stehenden Instrumente nutzen werde, um die Folgen dieser Krise möglichst gut abzufedern.

Die rasante Ausbreitung des Virus stellt ein großes Abwärtsrisiko für die Konjunktur dar. Die EZB rechnet im laufenden Jahr noch mit 0,8 % BIP-Wachstums im Euroraum, was jedoch von vielen als viel zu optimistisch eingeschätzt wird. Im Dezember 2019 waren die Expertinnen und Experten der Notenbank noch von einem Anstieg von 1,1 % des BIPs ausgegangen. Auch in den USA wird ein Einbruch des BIP-Wachstums erwartet, jedoch ist unklar in welchem Ausmaß.

Anfang März 2020 korrigierte die OECD ihre Erwartungen für das globale BIP-Wachstum auf 2,4 %. Das entspricht einer Korrektur der November-Prognose von 0,5 % nach unten.

Die Performance unserer Veranlagungsgemeinschaft mit einem Gesamtvermögen von EUR 684 Mio. liegt per 31.März 2020 bei – 4,41 %.

 

Asset Allokation 31.12.2019                                          Strategische Asset Allokation 2020

 

Im Bereich der Aktien beträgt die Investitionsquote per 31.03.2020 nur rund 1,0 %. Die Differenz zu dem in der Asset Allokation ausgewiesenen Wert resultiert aus einer Absicherungsmaßnahme mittels Derivats, um von den stark negativen Entwicklungen an den Aktienmärkten nicht in vollem Umfang getroffen zu werden.

Auch die größte Asset Klasse, MtM-Anleihen Anleihen (Market to Market oder zum Tageswert), blieb von den Marktentwicklungen nicht verschont. Jedoch konnten auch hier bereits früh Sicherungsmaßnahmen getroffen werden. Absicherungsmaßnahmen sowie die breite Diversifikation durch Investments in Spezialthemen und Veranlagungen, welche einen kontinuierlichen Ertrag bringen, trugen dazu bei, den negativen Entwicklungen der Finanzmärkte nicht in vollem Umfang ausgesetzt zu sein.

In der Asset-Klasse HtM-Anleihen (Held to Maturity) liegt die Gewichtung mit 19,6 % über der Zielgewichtung von 17 %.

Die klassischen Asset Klassen, Aktien und Anleihen, sind zurzeit also untergewichtet. Durch das Halten von geringen Quoten kann mit den bestehenden Investitionen wieder an den nun teilweise positiven Marktentwicklungen teilgenommen werden.

Die besonders nachhaltige Asset-Klasse Mikrofinanz entwickelte sich trotz des niedrigen Zinsniveaus positiv. Seit Jahresbeginn erzielte diese Asset-Klasse eine Performance von 0,46 %.

Sehr erfreulich verläuft das fair-finance Immobilien Portfolio, welches aufgrund der gesetzlichen Bestimmungen in Form eines Immobilieninvestmentfonds gehalten wird. Ankauf und Sanierung der einzelnen Objekte erfolgen nach den Nachhaltigkeitskriterien für Immobilien, welche von fair-finance entwickelt wurden. Der Fonds trägt als erster Immobilienfonds das Österreichische Umweltzeichen. Die Jahresperformance bis zum 31.03.2020 beträgt in diesem Segment 0,52 %.

Der Bereich „Alternative“ I mit einem Investment in den „AviaRent Carevision III Fonds“ für Pflegeimmobilien ist ein wertvoller Bestandteil der Asset Allokation und hilft als „nicht marktabhängiges Investment“ das Risiko aus dem Portfolio zu verringern und auch in schwierigen Zeiten eine gute Gesamtperformance darzustellen. In diesem Bereich sind auch ein Private Debt Fonds sowie ein Fonds für nachhaltige Infrastrukturprojekte aufgesetzt.  Mittel für Investitionen in alternative Energie und alternative Land- und Forstwirtschaft wurden teilweise abgerufen oder verbindlich zugesagt.

 

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