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faire Veranlagung 01/2019

Das Jahr 2019 startete mit einer sehr guten Performance, wider Erwarten der Ergebnisse des vergangenen Jahres. 2018 war für die Finanzmärkte ein sehr turbulentes Jahr. Anleihen zeigten sich schwach und an den Aktienmärkten kam es bereits im ersten Quartal zu heftigen Kursabstürzen, welche bis ins zweite Quartal andauerten. Die zweite Korrektur setzte Anfang Oktober ein und dauerte dann bis zum Jahresende.

 

Die Auslöser dafür waren unter anderem vielfältige geopolitische Ereignisse, nicht zuletzt der ungelöste Haushaltsstreit zwischen der Europäischen Kommission in Brüssel und Italien oder die andauernden Brexit-Verhandlungen. Ein weiterer Belastungsfaktor war die Handelspolitik von US-Präsident Trump, die mit Strafzöllen auf Stahl- und Aluminiumimporte begann, sich dann gegen Europa und das nordamerikanische Handelsabkommen NAFTA richtete und schließlich in einem drohenden Handelskonflikt mit China mündete.

 

Weiters verstärkte sich der Druck auf Aktien und andere Risikoanlagen durch die schrittweise Erhöhung der US-Leitzinsen bis auf 2,25 % im Dezember 2018. Im Zusammenhang dazu stand in der EU die Beendigung der neuen Anleihekäufe der Europäischen Zentralbank (EZB) im Mittelpunkt. Ein europäischer Leitzinsanstieg wird frühestens im Sommer/Herbst 2019 erwartet. Eine Erhöhung der Leitzinsen in der Europäischen Union könnten allerdings eine erneute Abschwächung der nominalen Ausgaben und einen weiteren Rückgang der Inflation unter ihren Zielwert verursachen.

 

Insgesamt zeigte sich die Weltwirtschaft mit einer BIP-Wachstumsrate von 3,7 % Ende Dezember 2018 besser als erwartet. Auch in den USA lag die BIP-Wachstumsrate für das Jahr 2018 mit 2,9 % höher als im Jahr davor (2,2 % im Jahr 2017). In Europa machte sich die negative Stimmung auch in einem kleinen Rückgang der BIP-Wachstumsrate bemerkbar. Von 2,4 % im Jahr 2017 rutschte der Wert auf 2,1 % Ende 2018. In Emerging Markets wird auch für das laufende Jahr ein stärkeres Wirtschaftswachstum erwartet als in Developed Markets.

 

Die Performance unserer Veranlagungsgemeinschaft mit einem Gesamtvermögen von 539.757.431 EUR ist per 31.12.2018 mit -0,68 % YTD negativ. Dennoch lag die erzielte Performance mit einer signifikanten Nachhaltigkeitsleistung deutlich über dem Marktdurchschnitt von -1,97%. Auch im Fünfjahresvergleich liegen die Veranlagungsergebnisse mit 7,72% p.a. erfreulich deutlich über dem Branchendurchschnitt.

 

 

 

 

 

In der größten Asset Klasse, den Anleihen zum Tageswert, wurde aufgrund der Verschlechterung der Bewertung von Unternehmensanleihen eine negative Jahresperformance von -3,70 % erwirtschaftet. HtM-Anleihen, die als Daueranlage gewidmet sind (Held to Maturity – Methode), trugen mit einer durchschnittlichen Rendite von 3,22 % p.a. stabilisierend zum Ergebnis bei. Ebenso entwickelten sich die Aktien mit einer Performance von -3,85 % negativ sowie auch die Wandel- und Hybridanleihen mit einer Performance von -6,05 %.

 

Positive Performancebeiträge erwirtschafteten jedoch die Immobilieninvestitionen mit einer Performance von 2,48 % sowie Mikrofinanzzertifikate mit knapp 1 %. Der Bereich der Alternativen Investments zeigte ebenfalls eine positive Wertentwicklung von rund 2 %. Im Zuge der schlechten Marktentwicklung im Oktober 2018 wurde das Risikomanagementsystem der fair-finance Vorsorgekasse aktiv und stellte die Veranlagung auf „risikoneutral“. Somit konnten weitere Verluste vermieden werden.

 

Sehr erfreulich verlief das fair-finance Immobilien Portfolio, welches aufgrund der gesetzlichen Bestimmungen in Form von Immobilienfondsanteilen in zwei Immobilieninvestmentfonds gehalten wird. Ankauf und Sanierung der einzelnen Objekte erfolgen nach den Nachhaltigkeitskriterien für Immobilien, welche von fair-finance entwickelt wurden. Beide Immobilieninvestmentfonds wurden mit dem österreichischen Umweltzeichen zertifiziert. Der Bereich Alternative Investments mit dem aktuellen Investment AviaRent Carevision III Fonds für Pflegeimmobilien ist ein wertvoller Bestandteil der Asset Allokation und hilft uns als „nicht marktabhängiges Investment“ das Risiko aus dem Portfolio zu nehmen und auch in schwierigen Zeiten eine gute Gesamtperformance darzustellen. In diesem Bereich befindet sich auch der Privat Debt Fonds sowie Mittel für ein Investment in Alternative Energie und alternative Land und Forstwirtschaft, welche teilweise abgerufen oder verbindlich zugesagt sind.

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