FAQs

Allgemeines

Für wen gilt die Abfertigung NEU? Für wen nicht?

Die Abfertigung NEU gilt für alle auf einem privatrechtlichen Vertrag beruhenden Arbeitsverhältnisse, die ab dem 1.1.2003 begonnen haben. Dazu zählen insbesondere Arbeiter, Angestellte, Teilzeitbeschäftigte, geringfügig Beschäftigte, Ferialpraktikanten, Saisonbeschäftigte, Lehrlinge, Geschäftsführer von GmbHs, Vertragsbedienstete von Ländern und Gemeinden (wenn die jeweilige Landesgesetzgebung die Anwendbarkeit des BMSVG vorsieht), Freie Dienstnehmer sowie Vorstandsmitglieder von Aktiengesellschaften, Sparkassen und Kreditgenossenschaften.

Die Abfertigung NEU gilt nicht für: Heimarbeiter; Dienstnehmer, die ausländischem Arbeitsrecht unterliegen; Werkvertragnehmer; echte Volontäre; Vertragsbedienstete von Ländern und Gemeinden, wenn die jeweilige Landesgesetzgebung die Anwendbarkeit des BMSVG nicht vorsieht.

Arbeitsverhältnisse, die am 31.12.2002 schon bestanden haben, unterliegen dem alten Abfertigungsrecht. Für diese besteht die Möglichkeit, in die Abfertigung NEU zu wechseln.

Was sind die Aufgaben einer Betrieblichen Vorsorgekasse?

Eine Betriebliche Vorsorgekasse veranlagt und verwaltet die einbezahlten Beiträge treuhändisch. Eine gesetzliche Kapitalgarantie sichert eine Abfertigungszahlung zumindest in Höhe der Summe der einbezahlten Beiträge. Als Sonderkreditinstitute unterliegen die Betrieblichen Vorsorgekassen der gesetzlichen Einlagensicherung und der Kontrolle durch die Finanzmarktaufsicht.

Einmal jährlich, mindestens alle 3 Jahre, wird den Anwartschaftsberechtigten von der Betrieblichen Vorsorgekasse eine Kontoinformation über die Höhe ihres Guthabens übermittelt.

Was ist die Unternehmensphilosophie der fair-finance?

UNSER LEITBILD

Wir schaffen und betreiben professionell Finanzdienstleistung. Wir nutzen Geld als soziales Gestaltungsmittel, engagieren uns und fördern eine nachhaltige Gesellschaftsentwicklung. Wir  wenden bei der Ausübung der Geschäfte soziale, ökologische und ökonomische Kriterien im Sinne verantwortungsbewusster Entscheidungen an.

Wir sind FAIR gegenüber Kundinnen und Kunden

Wir hören unseren Partnern gut zu und können so die Bedürfnisse und Wünsche unserer Kundinnen und Kunden erfüllen. Durch offene Kommunikation und konkrete Hilfestellungen schaffen wir Vertrauen. Unser Angebot ist einfach verständlich und enthält keine versteckten Klauseln. Wir weisen nicht nur auf Vorteile hin, sondern stellen auch Risiken und Nachteile dar. Bei allem was wir tun, zeigen wir Leistungsbereitschaft. Wir handeln aufrichtig und glaubwürdig. Als zuverlässiger Partner stehen wir zu unserem Wort. Wir wollen die Zufriedenheit unserer Kundinnen und Kunden auf höchstem Niveau weiter verbessern.

Wir leben gesellschaftliche VERANTWORTUNG

Wir sind der heutigen und zukünftigen Generationen gegenüber verantwortlich und tragen zur Bewahrung und Verbesserung ihrer Lebenschancen bei. Offen für alle, deren Ziel eine sozial gerechtere Gesellschaft und eine lebenswerte Umwelt ist, wollen wir gemeinsam die Welt verbessern und treten aktiv für unsere Werte ein.  Wir bringen jeder Person, ungeachtet ihrer Herkunft, Religion und Weltanschauung, Respekt und Wertschätzung entgegen.

Wir streben nach wirtschaftlichem ERFOLG und UNABHÄNGIGKEIT

Unser Streben nach wirtschaftlichem Erfolg ist Garant dafür, den in uns gesetzten Erwartungen und den übernommenen Verpflichtungen dauerhaft gerecht zu werden. Wir treffen alle Entscheidungen im Sinne unserer Werte unabhängig von Konzernen oder Einzelinteressen. Diese Unabhängigkeit ist Grundlage für unser Handeln und die Voraussetzung für unseren Erfolg, an dem auch unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und unsere Kundinnen und Kunden Anteil haben. Erfolg macht uns stark.

Wir schätzen und fördern unsere MITARBEITERINNEN

Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bringen ihre außerordentlichen  fachlichen, persönlichen und sozialen Fähigkeiten ein und entwickeln diese ständig weiter. Ideenreichtum, Eigenverantwortung, unternehmerisches Denken und Handeln wird durch einen offenen, teamorientierten und kooperativen Führungsstil unterstützt. Wir fordern Einsatz und fördern die Potenziale jeder und jedes Einzelnen. Wir sehen uns als Teil des Ganzen, denn nur gemeinsam kommen wir ans Ziel.

Wir sind VORBILD und suchen neue LÖSUNGEN

Wir geben Impulse für einen strukturellen Wandel. Im Rahmen unserer Organisation wägen wir jede Entscheidung nach ökonomischen, ökologischen und sozialen Kriterien ab und gewichten im Sinne unserer Grundlagen und Werte. Wir schaffen und betreiben professionell Finanzdienstleistung. Wir nutzen Geld als soziales Gestaltungsmittel, engagieren uns und fördern eine nachhaltige Gesellschaftsentwicklung. Wir suchen Chancen und neue Lösungen und wollen wachsen, da unser Erfolg den Markt im Sinne unserer Werte positiv verändert. Wir schaffen Transparenz, stellen uns konstruktiver Kritik und versuchen laufend besser zu werden.

Dienstgeber

Mitarbeiter

Muss eine Betriebliche Vorsorgekasse ausgewählt werden?

 

Als Dienstgeber sind Sie gesetzlich verpflichtet, innerhalb von 6 Monaten ab Beginn des ersten beitragspflichtigen Arbeitsverhältnisses einen Beitrittsvertrag mit einer Betrieblichen Vorsorgekasse abzuschließen.

 

Wie wird eine Betriebliche Vorsorgekasse ausgewählt?

 

Als Dienstgeber müssen Sie einvernehmlich mit Ihren Arbeitnehmern oder der Arbeitnehmervertretung (Betriebsrat) eine Betriebliche Vorsorgekasse (BVK) auswählen. Besteht in Ihrem Unternehmen ein (Zentral-)Betriebsrat, so erfolgt die Auswahl der BVK mittels schriftlicher Betriebsvereinbarung zwischen Dienstgeber und Betriebsrat. Gibt es keinen Betriebsrat, haben Sie als Dienstgeber ein Vorschlagsrecht für eine BVK (Auswahlverfahren), die jedoch von zumindest einem Drittel der Arbeitnehmer binnen 2 Wochen schriftlich abgelehnt werden kann. In diesem Fall müssen Sie als Dienstgeber eine andere BVK vorschlagen. Kann kein Einvernehmen über die Auswahl der BVK erzielt werden, hat eine Schlichtungsstelle über die Auswahl zu entscheiden (z.B. die Schlichtungsstelle gemäß § 144 ArbVG Arbeitsverfassungsgesetz).

 

Was passiert, wenn keine Betriebliche Vorsorgekasse ausgewählt wird?

 

Als Dienstgeber sind Sie gesetzlich verpflichtet, innerhalb von 6 Monaten ab Beginn des ersten beitragspflichtigen Arbeitsverhältnisses einen Beitrittsvertrag mit einer BVK abzuschließen. Erfolgt dies nicht, setzt der Sozialversicherungsträger dafür eine Nachfrist von 3 Monaten. Erfolgt innerhalb dieser Frist keine Auswahl, wird kraft Gesetzes eine Betriebliche Vorsorgekasse zwangszugeteilt.

 

Kann die Betriebliche Vorsorgekasse gewechselt werden?

Sie können unter Einhaltung einer Kündigungsfrist von 6 Monaten zum Jahresende kündigen und zu einer anderen Betrieblichen Vorsorgekasse wechseln. Eine einvernehmliche Vertragsauflösung ist unter Einhaltung einer Frist von 3 Monaten zum Jahresende möglich.

Kam der Vertrag mit der Vorsorgekasse aufgrund einer Zwangszuteilung zustande, haben Sie bis zum 2. Bilanzstichtag ab erfolgter Zuteilung eine verkürzte Kündigungsfrist von 3 Monaten zum Jahresende. Danach beträgt die Kündigungsfrist 6 Monate.

Die Kündigung oder einvernehmliche Beendigung ist rechtswirksam, wenn diese für alle Arbeitnehmer gemeinsam erfolgt und gleichzeitig ein Beitrittsvertrag mit einer anderen Betrieblichen Vorsorgekasse geschlossen wird.

Wie erfolgt die Bezahlung der Beiträge?

Die Beiträge für die Mitarbeitervorsorge werden automatisch mit den monatlich von den Sozialversicherungsträgern eingehobenen Sozialversicherungsbeiträgen bezahlt. Die Beiträge für die Mitarbeitervorsorge werden an die ausgewählte Betriebliche Vorsorgekasse weiter geleitet. Bei verspäteten Zahlungen müssen Sie als Dienstgeber gesetzlich vorgeschriebene Verzugszinsen zahlen.

Wie wird ein Beitrittsvertrag abgeschlossen?

Das Antragsformular für einen Beitrittsvertrag mit fair-finance finden Sie im Download Bereich und im Bereich „Kunde werden“. Bitte füllen Sie es aus, unterzeichnen es firmenmäßig und senden es mit einer Kopie Ihres Reisepasses sowie – wenn zur Hand – einem Firmenbuchbuchauszug an die fair-finance Vorsorgekasse AG, Alser Straße 21, 1080 Wien.

Wichtig ist, dass Sie ALLE Dienstgeberkontonummer(n) anführen (z.B. wenn Sie Beschäftigte in mehreren Bundesländern haben), da nur so der Hauptverband der Sozialversicherungsträger die Beitragszahlungen an die Betriebliche Vorsorgekasse weiter leiten kann.

Kann ich als Dienstgeber mit mehreren Betrieblichen Vorsorgekassen Verträge abschließen?

 

Grundsätzlich ist das nicht möglich. Jedoch können bei einem (Teil-)Übergang eines Betriebes zwei Betriebliche Vorsorgekassen zuständig sein. Ausnahmen kann es auch für Unternehmen geben, die dem Bauarbeiter Urlaubs- und Abfertigungsgesetz (BUAG) unterliegen.

 

Was sind die Vorteile der Abfertigung NEU aus Dienstgebersicht?

Ihre Vorteile, aus der Abfertigung NEU:

  • Sie leisten monatliche Abfertigungsbeiträge und haben kein Risiko mehr für unkalkulierbare Abfertigungszahlungen. – Großer Vorteil für Klein- und Mittelbetriebe, die im System der Abfertigung ALT durch gehäufte Abfertigungszahlungen oft in ihrer Existenz bedroht waren.
  • Ihre monatlichen Beitragszahlungen gelten zu 100 % als Betriebsausgabe.
  • Ihre Bilanzierung vereinfacht sich, da keine Abfertigungsrückstellungen mehr notwendig sind. – Großer Vorteil für international tätige Unternehmen.
  • Durch die monatlichen Beiträge erfüllen Sie Ihre Abfertigungsverpflichtungen. Sie haften im System der Abfertigung NEU nicht mehr für Abfertigungsansprüche. Diese gehen auf die Betriebliche Vorsorgekasse über, die das Kapital treuhändisch verwaltet.
  • Das System der Abfertigung NEU ermöglicht Ihnen eine flexible Personalpolitik, die sich an die jeweilige Wirtschaftssituation anpassen kann.
Wie hoch sind die Beiträge und Kosten für das Unternehmen?

Als Dienstgeber zahlen Sie für jeden Arbeitnehmer ab Beginn des zweiten Beschäftigungsmonats 1,53 % des monatlichen Entgelts (einschließlich Sonderzahlungen und Prämien) an den Sozialversicherungsträger. Dieser leitet die einbezahlten Beiträge an die Betrieblichen Vorsorgekassen zur treuhändischen Verwaltung und Veranlagung weiter.

Wird innerhalb von 12 Monaten ab Beendigung eines Arbeitsverhältnisses beim selben Dienstgeber ein neues Arbeitsverhältnis begonnen, setzt die Beitragspflicht mit dem ersten Arbeitstag ein.

Muss ein neuer Mitarbeiter der Betrieblichen Vorsorgekasse gemeldet werden?

Nein. Diese Information wird vom Hauptverband der Sozialversicherungsträger an die jeweilige Betriebliche Vorsorgekasse weiter geleitet. Jedoch sind Sie als Dienstgeber verpflichtet, Ihre neuen Arbeitnehmer über die gewählte Betriebliche Vorsorgekasse zu informieren.

Was gilt während einer Bildungskarenz?

Während dieser Zeiten haben Sie Anspruch auf Beitragsleistung aus den Mittel aus der Gebarung der Arbeitsmarktpolitik in Höhe von 1,53 % des bezogenen Weiterbildungsgeldes (fiktive Arbeitslosengeldes). Dies gilt jedoch nicht, wenn das Arbeitsverhältnis während der Bildungskarenz endet.

Welche Vorteile habe ich durch die Abfertigung NEU?

 

Ihre Vorteile, wenn Ihr Dienstgeber für Sie Beiträge in eine Vorsorgekasse leistet:

 

  • Sie haben ab dem 2. Beschäftigungsmonat Anspruch auf Abfertigung. Es gibt keine 3-jährige Wartefrist mehr. Auch Lehrlinge, Teilzeitbeschäftigte, geringfügig Beschäftigte oder Saisonbeschäftigte kommen in den Genuss der Abfertigung NEU.
  • Auch bei Selbstkündigung oder Entlassung bleiben Ihnen die von Ihrem Dienstgeber einbezahlten Beiträge erhalten.
  • Dadurch ermöglicht Ihnen die Abfertigung NEU eine höhere Mobilität, da Sie nicht fürchten müssen, Ihre Abfertigungsansprüche zu verlieren.
  • Das Gesetz sieht auch Beitragszahlungen für entgeltfreie Zeiträume vor (z.B. während des Präsenzdienstes, bei Bezug von Kinderbetreuungs-, Wochen- oder Krankengeld).
  • Sowohl die laufenden Beiträge durch Ihren Dienstgeber als auch die daraus erwirtschafteten Erträge sind steuerfrei: Sie unterliegen weder der Einkommensteuer (ESt), noch der Lohnsteuer (LSt) noch der Kapitalertragsteuer (KESt). Erst bei Auszahlung unterliegt das Guthaben einem begünstigten Lohnsteuersatz von 6%.
  • Die Betrieblichen Vorsorgekassen verwalten die Beiträge treuhändisch.
  • Eine gesetzliche Kapitalgarantie sichert Ihnen eine Abfertigungszahlung zumindest in Höhe der Summe der einbezahlten Beiträge.
  • Als Sonderkreditinstitute unterliegen die Betrieblichen Vorsorgekassen der gesetzlichen Einlagensicherung (bis EUR 20.000,- pro Person) und der Kontrolle durch die Finanzmarktaufsicht.

 

Welche zusätzlichen Vorteile bietet mir speziell fair-finance ?

Weiters bietet Ihnen fair-finance folgende zusätzliche Vorteile:

  • Günstigste Gebühren

Bei den Verwaltungsgebühren und Vermögensverwaltungsgebühren  ist fair-finance Marktführer.

  • Zinsgarantie

fair-finance bietet als einziger Anbieter eine Mindestverzinsung, die keine Kosten verursacht und keine Ertragseinbußen erwarten lässt.

  • Beteiligung am Unternehmenserfolg und Mitspracherechte (genossenschaftliche Elemente)

Kunden sind in Höhe von 10% in Form einer Kostengutschrift am Gewinn beteiligt und haben sowohl über den Kundenbeirat als auch über einen Sitz  im Aufsichtsrat Mitsprachemöglichkeiten in der Vorsorgekasse

  • Nachhaltige, faire und soziale Vermögensverwaltung

fair-finance will mit einer verantwortungsbewussten und nachhaltigen Vermögensveranlagung globale Lenkungseffekte am Finanzmarkt  erzielen.

  • Faires Service und Transparenz

Quartalsweiser Newsletter sowie ein Servicetelefon zum Ortstarif (0810 810 061).

Wie viel zahlt mein Dienstgeber für mich ein?

Ihr Dienstgeber zahlt ab Beginn Ihres 2. Beschäftigungsmonats 1,53% Ihres monatlichen Entgelts (einschließlich Sonderzahlungen und Prämien) an den Sozialversicherungsträger, der die einbezahlten Beträge an die Vorsorgekasse zur Verwaltung und Veranlagung weiterleitet.

Kann ich von der Abfertigung ALT zur Abfertigung NEU wechseln?

Ja. Bei aufrechtem Arbeitsverhältnis kann mittels schriftlicher Einzelvereinbarung zwischen Dienstgeber und Arbeitnehmer in die Abfertigung NEU gewechselt werden.

Möglich sind:

Vollübertritt:

Dienstgeber und Arbeitnehmer vereinbaren, dass sämtliche bisher erworbenen fiktiven Abfertigungsanwartschaften zu einem definierten Stichtag ins neue Abfertigungsrecht, dh. in die Betriebliche Vorsorgekasse übertragen werden. Die Höhe des Übertragungsbetrages muss nicht 100 % der erworbenen fiktiven Ansprüche betragen, da im Altsystem nicht jedes Arbeitsverhältnis abfertigungswirksam beendet wird. Ab dem vereinbarten Stichtag erhält Ihr Arbeitnehmer monatliche Beiträge in die BVK. Abfertigungsansprüche bestehen nur mehr gegenüber der BVK.

Teilübertritt:

Die bisher erworbenen Abfertigungsanwartschaften werden „eingefroren“, dh. sie bleiben im System der Abfertigung ALT und unterliegen dem alten Abfertigungsrecht. Das Anspruchsausmaß, dh. die Anzahl der Monatsentgelte für den Abfertigungsanspruch, kann nicht weiter anwachsen. Der Auszahlungsbetrag berechnet sich nach der Höhe des aktuellen, letzten Monatsentgelts. Ab dem vereinbarten Stichtag erhält Ihr Arbeitnehmer monatliche Beiträge in die BVK. Ihr Arbeitnehmer hat Abfertigungsansprüche sowohl gegenüber Ihnen als Dienstgeber (für den eingefrorenen Teil) als auch gegenüber der BVK.

 

Jeder Übertritt muss vom Dienstgeber dem jeweils zuständigen Sozialversicherungsträger mit einer „Änderungsmeldung“ bekannt gegeben werden.

 

Wie werden die Beiträge veranlagt?

Details finden Sie dazu im Themenbereich „Veranlagung“.

Was gilt während einer Familienhospizkarenz?

Während dieser Zeiten haben Sie Anspruch auf Beitragsleistung vom zuständigen Krankenversicherungsträger in Höhe von 1,53 % des  Kinderbetreuungsgeldes gemäß § 3 Abs. 1 Kinderbetreuungsgeldgesetz. Dies gilt jedoch nicht, wenn das Arbeitsverhältnis während der Familienhospizkarenz endet. Der KV- Träger erhält die Beiträge vom Familienlastenausgleichsfonds ersetzt. Bildungskarenz gem. § 11 AVRAG, Familienhospiz (§§ 14 a und b AVRAG) (§ 7 Abs. 5 BMSVG)

Was gilt bei Bezug von Krankengeld?

Bei aufrechtem Arbeitsverhältnis haben Sie Anspruch auf Beitragsleistung durch den Arbeitgeber in Höhe von 1,53 % einer fiktiven Bemessungsgrundlage. Diese richtet sich nach der Hälfte des für den Kalendermonat vor Eintritt des Versicherungsfalles gebührenden Entgelts. Sonderzahlungen sind bei der Festlegung der fiktiven Bemessungsgrundlage außer Acht zu lassen.

Woher weiß ich den aktuellen Kontostand?

Einmal im Jahr (i.d.R. im 2. Quartal) erhalten Sie eine Kontoinformation von fair-finance . Darin informieren wir Sie über Ihren aktuellen Stand der Abfertigungsansprüche, die vom Dienstgeber geleisteten Beiträge, das Veranlagungsergebnis und die angefallenen Verwaltungskosten. Voraussetzung für den Versand ist die Übermittlung des Lohnzettels Ihres Dienstgebers an den zuständigen Sozialversicherungsträger.

Kontoinformation: Warum entspricht die angegebene Performance nicht dem zugewiesenen Veranlagungsergebnis?

Das Veranlagungsergebnis ist der tatsächlich erwirtschaftete und verteilte Ertrag der Veranlagungsgemeinschaft. Die Performance ist eine statistische Zahl, die für alle Mitarbeitervorsorgekassen zu Vergleichszwecken berechnet wird. Da i.d.R. Ihr Dienstgeber laufend, während des Jahres, Beiträge einzahlt, ist das Veranlagungsergebnis jedenfalls geringer als die Performance, da sich letztere auf ganzjährige Veranlagung bezieht.

Die exakte Berechnung des Veranlagungsergebnisses ist im BMSVG geregelt und wird vom Wirtschaftsprüfer kontrolliert. Die Performanceberechnung ist im Vertrag aller Mitarbeitervorsorgekassen mit der Österreichischen Kontrollbank geregelt und wird ebenfalls vom Wirtschaftsprüfer bestätigt.

Werden auch weiterhin Beiträge für mich während des Mutterschutzes bezahlt?

Bei aufrechtem Dienstverhältnis hat der Dienstgeber für die Dauer des Wochengeldbezuges die Abfertigungsbeiträge zu leisten. Die fiktive Beitragsgrundlage ist jenes Entgelt, das  nach dem in den letzten drei Kalendermonaten vor dem Versicherungsfall der Mutterschaft gebührenden Entgelt, einschließlich Sonderzahlungen, .berechnet wird.

Werden auch weiterhin Beiträge für mich während meines Präsenzdienstes oder des Zivildienstes bezahlt?

Bei aufrechtem Arbeitsverhältnis haben Sie Anspruch auf Beitragsleistung durch den Dienstgeber in Höhe von 1,53 % des Kinderbetreuungsgeldes. Bei Zeitsoldaten besteht die Verpflichtung des Dienstgebers nur für die ersten zwölf Monate, danach übernimmt der Bund die Beitragsleistung.

Was passiert bei Arbeitslosigkeit?

Während der Zeit der Arbeitslosigkeit erfolgen keine Beitragszahlungen in die Abfertigung NEU.

Ob Sie einen Verfügungsanspruch über Ihre bisherigen Beiträge aus der Mitarbeitervorsorge haben, hängt von der Art der Beendigung Ihres letzten Dienstverhältnisses und der Anzahl der bisher erworbenen Beitragsmonate ab.

Was passiert, wenn ich in die Selbständigkeit wechsle?

Analog zur Abfertigung NEU für Arbeitnehmer wurde vom Gesetzgeber mit Gültigkeit ab 1.1.2008 eine steuerlich begünstigte Vorsorge für Selbständige geschaffen. Je nach Berufsgruppe sind Sie als Selbständiger entweder zur Teilnahme verpflichtet oder können sich frei dafür entscheiden.

In der Selbständigenvorsorge werden 1,53 % Ihrer jährlichen Sozialversicherungs-Beitragsgrundlage als Beitrag über die Sozialversicherung an eine Betriebliche Vorsorgekasse zur Veranlagung und Verwaltung weiter geleitet.

Bitte beachten Sie, dass Beitragsmonate aus unselbständiger Tätigkeit (Mitarbeitervorsorge) und Beitragsmonate für die Selbständigenvorsorge bezüglich eines Verfügungsanspruches nicht zusammen gezählt werden können!

Werden auch weiterhin Beiträge für mich während Mütter-/Väter-Karenz bezahlt?

Während des Bezuges von Kinderbetreuungsgeld haben Sie Anspruch auf Beitragsleistung aus dem Familienlastenausgleichsfonds in Höhe von 1,53 % des Kinderbetreuungsgeldes. Dies gilt auch dann, wenn das Arbeitsverhältnis während des Bezuges von Kinderbetreuungsgeld endet.

Was bringt mir ein Wechsel von der Abfertigung ALT zur Abfertigung NEU?

 

Jede Variante bietet für Sie als Dienstgeber (aber auch für Ihre Arbeitnehmer) Vor- und Nachteile.

 

Aufgrund der unterschiedlichen Ausgangssituationen in jedem Unternehmen (Altersstruktur der Mitarbeiter, Fluktuation, Cash Flow, Gewinnsituation, rechtliche und wirtschaftliche Auswirkungen des Übertritts etc.) kann keine Pauschalempfehlung für oder gegen einen Übertritt gegeben werden.

 

Unsere Experten beraten Sie als Kunden gerne, um die effizienteste Gesamtlösung für Ihr Unternehmen und eine sowohl für Dienstgeber als auch Arbeitnehmer attraktive Variante zu finden.

 

 

 

Meine Adresse hat sich geändert, wem muss ich das bekannt geben?

Wenn sich Ihre Adresse geändert hat, müssen Sie dies nur Ihrem Dienstgeber mitteilen, der Ihre Stammdaten in der monatlichen Meldung an die Krankenkasse ändert. Ihre neue Adresse wird dann über den Hauptverband der Sozialversicherungsträger an alle Vorsorgekassen gemeldet, bei denen Sie ein Konto haben. Wenn Sie ins Ausland übersiedeln bzw. nicht bei einem österreichischen Sozialversicherungsträger versichert sind, geben Sie uns bitte die Adressänderung schriftlich bekannt.

Was passiert, wenn ich ins Ausland übersiedle?

In diesem Fall geben Sie uns bitte unbedingt Ihre neue Adresse bekannt, damit wir Ihnen Ihre Kontoinformation zuschicken können. Ob Sie sofort bei Beendigung des Dienstverhältnisses einen Verfügungsanspruch über Ihre Beiträge aus der Mitarbeitervorsorge haben, hängt von der Art der Beendigung Ihres Dienstverhältnisses und der Anzahl der bisher erworbenen Beitragsmonate ab. Sie können spätestens  nach 5 Jahren seit dem letzten Dienstverhältnis, auf das dieses Gesetz basiert, auf Ihr Guthaben zugreifen.

Was passiert mit den einbezahlten Beiträgen im Todesfall?

Bei Todesfall erhalten Ihre unterhaltsberechtigten, gesetzlichen Erben die gesamte Abfertigung. Fehlen diese, fällt die Abfertigung in den Nachlass.

Was passiert, wenn mein Dienstgeber keine Beiträge leistet?

In diesem Fall sind Sie als Arbeitnehmer besonders geschützt: Der Sozialversicherungsträger übernimmt in diesem Fall die Beitragszahlung an Stelle Ihres Dienstgebers und überweist diese an die Betriebliche Vorsorgekasse. Die ausstehenden Beiträge werden vom Sozialversicherungsträger beim Dienstgeber anschließend eingefordert.

Was passiert, wenn ich den Dienstgeber wechsle?

Bei Dienstgeberwechsel zahlt Ihr neuer Dienstgeber ebenfalls Beiträge für die Abfertigung NEU in eine Betriebliche Vorsorgekasse (BVK). Möglicherweise wird es eine andere BVK sein als bei Ihrem früheren Dienstgeber, da jeder Dienstgeber nur mit einer BVK einen Vertrag abschließen kann. Sie verfügen dann über mehrere Konten bei verschiedenen BVK und erhalten von allen BVK einmal jährlich eine Kontoinformation.

Wie werden die Beiträge veranlagt?

Details dazu finden Sie im Themenbereich „Veranlagung“.

Wie setzt sich der Abfertigungsbetrag zusammen?

Die Höhe der Abfertigung ergibt sich aus der Summe der an fair-finance einbezahlten Abfertigungsbeiträge (und allfälliger Übertragungsbeträge von anderen Vorsorgekassen), abzüglich der Verwaltungskosten, zuzüglich der monatlichen Erträge. Die Berechnung erfolgt zum Monatsende und hat die Erträge bis inklusive des letzten Monats zu enthalten.

Was passiert bei Beendigung des Dienstverhältnisses?

Im System der Abfertigung NEU erwerben Sie nach dem ersten Arbeitsmonat einen Abfertigungsanspruch – unabhängig davon, wie das Dienstverhältnis beendet wurde.

Ein Verfügungsanspruch (dh. dass Sie sich z.B. das Kapital auszahlen lassen können), besteht jedoch erst:

  • Nach mindestens 3 Beitragszahlungsjahren (36 Beitragsmonaten) UND wenn das Dienstverhältnis entweder durch

– den Dienstgeber oder

– einvernehmlich oder

– aufgrund unverschuldeter Entlassung oder

– aufgrund berechtigtem, vorzeitigen Austritt oder

– nach Fristablauf bei einem befristeten Dienstverhältnis beendet wurde.

  • Bei Pensionsantritt
  • Nach 5 beitragsfreien Jahren
  • Bei Todesfall (Begünstigt sind die unterhaltsberechtigten, gesetzlichen Erben. Fehlen diese fällt die Abfertigung in den Nachlass.)
Wie kann ich über mein Kapital verfügen?

Haben Sie einen Verfügungsanspruch (die Voraussetzungen dafür finden Sie hier), werden Sie von fair-finance automatisch informiert und erhalten einen Verfügungsantrag zugesandt. Können Sie über Ihr Guthaben verfügen, stehen Ihnen folgende Möglichkeiten offen:

  • Sie können das Kapital (bis zu Ihrer Pensionierung) in der fair-finance weiter veranlagen. Sofern Sie keine Verfügung treffen, wird das Kapital automatisch weiter veranlagt.
  • Sie können das Kapital in die Betriebliche Vorsorgekasse (BVK) des neuen Dienstgebers übertragen lassen („Rucksackprinzip“).
  • Sie können sich das Kapital auszahlen lassen (abzüglich 6 % Lohnsteuer)
  • Sie können das Kapital an eine Versicherungsgesellschaft (Link zu III. Beratungsleistungen Vorsorge) als Einmalprämie für eine Pensionszusatzversicherung übertragen lassen.
  • Sie können das Kapital steuerfrei an eine Pensionskasse übertragen lassen, sofern Sie ein Pensionskassenkonto haben.
  • Bei Pensionsantritt wird das Kapital auf jeden Fall ausbezahlt.

Sofern Sie innerhalb von 6 Monaten nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses den Verfügungsantrag von fair-finance nicht ausgefüllt zurück schicken und keine Entscheidung treffen, wird das Kapital weiter veranlagt.

Welche Kosten fallen bei Auszahlung meines Guthabens an?

Das Guthaben wird abzüglich 6% Lohnsteuer an Sie ausbezahlt. Wenn Sie fair-finance für die Auszahlung Ihre österreichische Bankverbindung nennen, fallen für Sie keine weiteren Kosten an.

Sind wir gezwungen bei Penionierung die Auszahlung mittels Postanweisung auszubezahlen, werden weitere Kosten iHv. EUR 4,58 (+0,2%) von Ihrem Guthaben vor Auszahlung abgezogen. Bei Anweisung auf eine nicht österreichische Bankverbindung fallen je nach Land und Bank Überweisungskosten an.

Wann habe ich das Geld nach Rücksendung meines Verfügungsantrages am Konto?

Sobald Sie fair-finance den Verfügungsantrag retourniert haben, wird Ihnen das Guthaben abzüglich etwaiger Kosten spätestens am Ende des zweitfolgenden Kalendermonats und 5 Werktagen überwiesen.

Was passiert, wenn ich keinen Verfügungsanspruch habe?

Haben Sie keinen Verfügungsanspruch, verbleibt Ihr angespartes Kapital zur weiteren Veranlagung im Treuhandvermögen von fair-finance. Und zwar so lange, bis Sie nach Beendigung eines nachfolgenden Dienstverhältnisses einen Verfügungsanspruch erwerben, in Pension gehen, 5 beitragsfreie Jahre vergangen sind oder Sie versterben.

Frühestens 36 Monate (3 Jahre) nach Beendigung des Dienstverhältnisses können Sie auch ohne Verfügungsanspruch Ihr angespartes Kapital auf die Betriebliche Vorsorgekasse des aktuellen Arbeitgebers übertragen lassen.

Sie erhalten selbstverständlich das jährliche Veranlagungsergebnis (Performance) zugewiesen und spätestens jedes dritte Jahr eine Kontoinformation über die Entwicklung Ihres Guthaben. Bei einer jährlichen Veränderung durch die Zinszuweisung um mehr als € 30,- , erhalten Sie jedenfalls für dieses Jahr eine Kontonachricht.

Wie erfahre ich, wann ich über mein Geld verfügen kann?

Wenn Sie einen Verfügungsanspruch haben, erhalten Sie von fair-finance automatisch eine Zuschrift mit beigelegtem Verfügungsantrag. Diesen füllen Sie bitte aus und senden ihn an uns zurück.

Kann ich Konten bei mehreren Vorsorgekassen nicht auf ein Konto zusammenziehen?

Wenn Sie einen Verfügungsanspruch haben (d.h. wenn Sie die rechtliche Möglichkeit hätten, sich das Guthaben auch auszahlen zu lassen), können Sie anstelle der Auszahlung auch die Übertragung in die Betriebliche Vorsorgekasse des neuen Dienstgebers bzw. in eine für die Selbständigenvorsorge ausgewählte BV-Kasse verlangen.

Wenn Sie keinen Verfügungsanspruch haben, dann können Sie erst 36 Monate (3Jahre) nach Beendigung des Dienstverhältnisses Ihr angespartes Kapital auf Ihr aktuelles Konto übertragen lassen.

Was sind die Vorteile einer Zusatzpension aus der Abfertigung NEU?

Eine Zusatzpension aus der Abfertigung NEU ist steuerfrei – im Gegensatz zum ausbezahlten Kapitalbetrag, der mit 6 % besteuert ist. Durch den Bezug einer steuerfreien Rente haben Sie einen deutlichen Mehrertrag.

 

 

Woher weiß ich, bei welchen Vorsorgekassen zwischenzeitlich Abfertigungen für mich einbezahlt wurden?

Entweder Sie schreiben alle Vorsorgekassen an und ersuchen um Bekanntgabe eines allfälligen Guthabens (link Adressliste aller Kassen, Seite 2), oder Sie ersuchen die Kasse Ihres aktuellen Arbeitgebers um Auskunft, bei welchen Kassen Ihre ehemaligen Dienstgeber Kunde waren.

Was bedeutet Gewinnbeteiligung für mich?

Es werden 10 % des Betriebsergebnisses der Vorsorgenkasse AG – also unabhängig vom Veranlagungsergebnis des Treuhandvermögens – an die Anspruchsberechtigten aliquot im Folgejahr gutgeschrieben. Dies ist in der jährlichen Kontonachricht für jeden Anspruchsberechtigten ersichtlich. Die Gewinnbeteiligung ist ein sichtbarer Ausdruck des partnerschaftlichen Geschäftsmodells von fair-finance.

Wer bekommt die Abfertigung Neu, wenn es keine Ehepartner oder eingetragene Partner gibt und auch keine Kinder, für die Familienbeihilfe bezogen wird?

In diesem Fall fällt die Abfertigung in die Verlassenschaft und es tritt gem. § 727ff ABGB die gesetzliche bzw. gem § 522 ABGB die testamentarische Erbfolge ein.

Ich habe bei der fair-finance bereits ein Konto durch meinen vorigen Arbeitgeber. Werden die Beträge automatisch auf dieses Konto übertragen wenn mein neuer Arbeitgeber auch Kunde der fair-finance ist oder ist hier eine Aktivität meinerseits erforderlich?

Diese Beiträge werden ohne dass ein weiteres Zutun Ihrerseits notwendig ist, Ihrem Konto zugeordnet.

Veranlagung

Wie sicher ist die Veranlagung meiner Abfertigungsbeiträge?

Die Betrieblichen Vorsorgekassen sind gemäß Bankwesengesetz Sonderkreditinstitute. Sie haben insbesondere auf Sicherheit, Rentabilität und auf den Bedarf an flüssigen Mitteln sowie auf eine angemessene Mischung und Streuung der Vermögenswerte Bedacht zu nehmen. Für die Veranlagung der Beiträge ist eine „Veranlagungsgemeinschaft“ einzurichten. Weiters sind entsprechende Veranlagungsvorschriften zu definieren.

Der maximale Aktienanteil ist mit 40 % beschränkt. Die Bewertung erfolgt täglich zu Marktpreisen (Tageswertprinzip).

Eine gesetzliche Kapitalgarantie sichert Ihnen eine Auszahlung zumindest in Höhe der Summe der einbezahlten Beiträge. Als Sonderkreditinstitute unterliegen die Betrieblichen Vorsorgekassen der gesetzlichen Einlagensicherung  (bis zu EUR 20.000,- pro Person) und der Kontrolle durch die Finanzmarktaufsicht.

Weiters erhalten Sie bei fair-finance eine Zinsgarantie sowie eine Gewinnbeteiligung.

Wie schaut die Gewinnbeteiligung der fair-finance aus?

fair-finance gewährt im Zuge der jährlichen Gewinnverteilung eine anteilige Kostengutschrift in Höhe von 10 % des Ergebnisses der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit vermindert um das Finanzergebnis. Die Gewinnbeteiligung wird mit der Feststellung des Jahresergebnisses denjenigen Anwartschaftsberechtigten gutgeschrieben, die am 1. Jänner des Folgejahres eine aufrechte Anwartschaft haben.

Erstmals wird 2015 eine Gewinnbeteiligung zur Verteilung gelangen.

Die Gewinnbeteiligung ist ein wesentliches Merkmale der fair-finance Vorsorgekasse AG. In der Vereinbarung einer Gewinnbeteiligung zu Gunsten der Anwartschaftsberechtigten kommt die Unternehmensphilosophie von fair-finance zum Ausdruck.

Was sind die Grundsätze der Veranlagung der fair-finance ?

GRUNDSATZ DER AKTIVEN MARKTADÄQUATEN VERANLAGUNG

 Die schwierigste und zugleich wichtigste Frage im Zusammenhang mit Vermögensveranlagung ist die Verteilung des Vermögens auf die verschiedenen Asset Klassen wie Aktien, Anleihen oder Immobilien. Diese Verteilung oder Gewichtung der Asset Klassen wird auch als Asset Allokation bezeichnet. Gemäß den gesetzlichen Vorschriften und den Spezifikation des Modells Abfertigung Neu sind die Gestaltungsmöglichkeiten eingeschränkt, so dass  alle Vorsorgekassen eine ähnliche Asset Allokation ausweisen. Diesen Umstand macht sich die fair-finance Vorsorgekasse zu Nutze. Die strategische Asset Allokation von fair-finance unterliegt einer weitgehenden Bindung an die Branche. Gravierende und vor allem negative Abweichungen gegenüber der Marktperformance aufgrund der Asset Allokation sind langfristig somit ausgeschlossen. Aufgrund von vorgegebenen Bandbreiten besteht jedoch die Möglichkeit, Opportunitäten zu nutzen. Die Chance wurde von fair-finance in der Vergangenheit in einer besonderen Art und Weise genutzt, wovon die ausgezeichnete historische Performance  zeugt. Aufgrund der Unabhängigkeit in der Auswahl der Veranlagungspartner und Fonds und der kurzen Entscheidungswege bietet fair-finance die besten Voraussetzungen für optimale Veranlagungserträge.

GRUNDSATZ DER RISIKOTRAGUNG UND VERANTWORTLICHKEIT

 Um das Risiko einer möglichen Negativ- oder Minderperformance für den Anspruchsberechtigten durch Kapitalmarktschwankungen zu vermeiden, gewährt fair-finance die einzigartige Mindestzinsgarantie. Eventuelle Garantieleistungen sind im Businessplan von fair-finance aufwandswirksam berücksichtigt. Das Risikobudget schmälert ausschließlich das Betriebsergebnis und nicht, wie oftmals fälschlich angenommen, die Performance. Diese Form der erhöhten Risikotragung ist einzigartig in der Branche und steht im Widerspruch zu den Intentionen der Finanzbrache, jegliche Risiken an die Kunden zu überwälzen. Zur Absicherung der im Garantiefall eintretenden Zahlungsverpflichtungen gegenüber den Anwartschaftsberechtigten bildet fair-finance anstelle der branchenüblichen Gewinnausschüttungen eine bilanzielle Rücklage. Dieser zusätzliche Kapitalpolster in Millioneneurohöhe dient zweckgebunden der Sicherung der Kundenansprüche und führt dazu, dass die Eigenkapitalquote von fair-finance die höchste der gesamten Branche ist. Wesentlich erscheint, dass im Gegensatz zu den Konzernorganisationen unserer Mitbewerber, alle wesentlichen Funktionen und Verantwortlichkeiten direkt vom Vorstand oder von den verantwortlichen MitarbeiterInnen von fair-finance wahrgenommen werden.

GRUNDSATZ DER NACHHALTIGKEIT

 Der Grundsatz einer nachhaltigen Vermögensveranlagung ist bereits in der Satzung von fair-finance verankert: „Die Gesellschaft fühlt sich insbesondere einer menschen- und umweltfreundlichen Veranlagung des treuhändig überantworteten Kundenvermögens verpflichtet.” Zur konkreten und anwendbaren Umsetzung dieses Grundsatzes wurde durch den Kundenbeirat von fair-finance die Nachhaltige Veranlagungsrichtlinie (siehe unter Download) beschlossen. Diese Richtlinie beinhaltet detaillierte Positiv- und Negativkriterien für Investitionsentscheidungen und regelt deren Anwendung für Direktinvestitionen, Mandatsvergaben (fair-finance Fonds) und für die Auswahl von Publikumsfonds (Fremdfonds). Der Unterschied zu anderen Anbietern hinsichtlich „nachhaltiger“ Vermögensveranlagung liegt einerseits in dem hohen Detailierungsgrad und andererseits in der Tatsache, dass die festgelegten Kriterien auf das gesamte Portfolio angewendet werden, welches somit hinsichtlich Nachhaltigkeit einzigartig und vorbildlich in der Branche ist.

GRUNDSATZ DER TRANSPARENZ UND MITGESTALTUNG

 Das stakeholderorientierte Geschäftsmodell von fair-finance bindet die Kunden auch in die Vermögensveranlagung mit ein. Der Kundenbeirat beschließt nicht nur die Nachhaltige Veranlagungsrichtlinie (siehe unter Download), sondern kontrolliert auch deren Einhaltung. Kontrolle im Zusammenhang mit Vermögensveranlagung bedeutet nicht Misstrauen, sondern Sicherheit. Die Teilnahme an den Sitzungen des Kundenbeirates ist grundsätzlich allen Kundinnen und Kunden (Arbeitgeber/Arbeitnehmervertretern) möglich. Der Kundenbeirat ist gemäß der Geschäftsordnung mit ungewöhnlichen Rechten ausgestattet. So kann die Behandlung von Anliegen der Kunden im Aufsichtsrat verlangt werden. Der Vorsitzende des Kundenbeirats hat ein Gastrecht im Aufsichtsrat. Aus operationellen Gründen kann der Beirat aus der eventuell großen Anzahl nominierter Beiratsmitglieder zehn stimmberechtigte Mitglieder nominieren. Das investierte Portfolio wird monatlich aktuell veröffentlicht. fair-finance setzt somit hinsichtlich Transparenz neue Maßstäbe.
Wie erfolgt die Veranlagung in der fair-finance ?

Veranlagungsstrategie

 fair-finance ist von den beitragsleistenden Arbeitgebern und allen Anwartschaftsberechtigten beauftragt, die Beitragszahlungen unter Berücksichtigung gesetzlicher Restriktionen, der eigenen Veranlagungsrichtlinien und der Bestandsstruktur zum größtmöglichen Kundennutzen zu investieren und in Folge das treuhändige Vermögen kostengünstig, reibungslos und vor allem ertragreich zu bewirtschaften. Die Veranlagung der fair-finance Vorsorgekasse ist demnach auf Sicherheit und Rentabilität ausgerichtet. Die Erste Bank der österreichischen Sparkassen AG ist zur Depotbank bestellt und führt das Wertpapierdepot. Asset Management und Risikomanagement sind Kernkompetenzen von fair-finance und werden daher von den fachkundigen MitarbeiterInnen und vom Vorstand von fair-finance wahrgenommen. Die wichtigsten Bestimmungsfaktoren des strategischen Veranlagungskonzeptes umfassen die Ertragserwartungen, die Risikofähigkeit des Bestandes,  das Asset-Liability-Profil (ökonomischen Eigenschaften und  zeitliche Struktur der geplanten Auszahlungen) sowie ökonomische und rechtliche Restriktionen. Die Veranlagungsstrategie von fair-finance zielt darauf ab, Chancen zu nutzen und zumindest marktadäquate Veranlagungsergebnisse zu erzielen, wobei eine jährliche Ertragsuntergrenze nicht unterschritten werden soll. Relative Risiken aber auch spekulative Erwartungen sollten ausgeschlossen werden. fair-finance ist Mitglied der Einlagensicherungseinrichtung der Banken & Bankiers, welche gemäß BWG (Bankwesensgesetz) Ansprüche bis max. EUR 20.000,- pro Anwartschaft absichert.
Mit welchem Veranlagungsergebnis kann ich bei fair-finance rechnen?

Die Angabe zukünftiger Veranlagungsergebnisse ist äußerst schwierig und „seriös“ nicht möglich. Auf Basis der bisherigen Markterfahrungen erscheint bei einer marktdurchschnittlichen Asset Allokation eine durchschnittliche jährliche Performance von 3 bis 4 % nach Kosten erzielbar.

Strenge Veranlagungsvorschriften und ein Aufsichts- und Prüfsystem garantieren ein hohes Maß an Sicherheit für Beiträge und Vermögen. Die treuhändische Aussonderung des Kundenvermögens in einer „Veranlagungsgemeinschaft“ und die Mitgliedschaft in der „Einlagensicherung der Banken“ machen fair-finance so wie alle Betrieblichen Vorsorgekassen generell zu einer unvergleichbar sicheren Institutionen.

Darüber hinaus verweisen wir auf die gesetzlich verpflichtende Kapitalgarantie und die exklusiv von fair-finance gewährte Zinsgarantie. Dies bedeutet, dass im Falle eines Verfügungsanspruches alle bisher geleisteten Beiträge (Kapitalgarantie) bzw. eine Mindestverzinsung (Zinsgarantie) gewährleistet sind.